Bauxitabbau und Rekultivierung

 10/06/2009 

Jörg H. Schäfer

 

Tiến trình tái tạo môi trường thực vật, bao gồm những bước trước và sau khi khai thác bauxite, như từng thực hiện thành công ở mỏ bauxite Tây Úc

Wichtigster Rohstoff für die Herstellung hochwerti-ger Aluminiumprodukte ist das Erz Bauxit. Es wird jährlich weltweit mit rund 125 Mio. Tonnen über-wiegend im Tagebau gefördert. Die bedeutendsten Abbaugebiete befinden sich in Ländern des Tropen-gürtels wie Australien, Guinea, Jamaika und Brasi-lien. Die allein aus heutiger Sicht wirtschaftlich abbauwürdigen, gesicherten Bauxitvorkommen weisen eine Reichweite von rund 200 Jahren auf.

Bild 1: Rekultiviertes Land in Bitan, Indonesien (oben – Quelle: RWTH Aachen, Forschungsinsitut für Technische und Wirtschaftliche Zu-sammenarbeit) und Weipa, Australien, unten [1]

 

Die Rekultivierung ist integraler Bestandteil des Bauxitabbaus. Lange vor dem eigentlichen Erzab-bau werden bereits geeignete Maßnahmen getrof-fen, die eine gewünschte Form der Rekultivierung und Folgenutzung ermöglichen. Darunter fallen Arbeitsschritte wie

-> die sorgfältige Entfernung der Vegetation,

-> das Sammeln von Saatgut,

-> das systematische Abtragen von Mutterboden und Abraum,

-> die Zwischenlagerung von Deckschichten.

Erst dann werden die Bauxitlagerstätten ausgeerzt. Als integraler Bestandteil des "Bauxitabbaus" fol-gen anschließend Arbeitsschritte wie

-> die Anpassung der Geländeform mit dem Aufrag des zwischengelagerten Abraums und des Mutterbodens

-> und die Aussaat (Vegetationsbedeckung).

Dies ist für eine effiziente Rekultivierung unabding-bar. Dabei werden heute rund 95 Prozent der Bauxitabbauflächen aufgeforstet (Bild 1), weitere 4 Prozent für landwirtschaftliche Zwecke erschlos-sen (Bild 2) und das verbleibende 1 Prozent wird beispielsweise für Erholungs- und Gewerbegebiete zur wirtschaftlichen bzw. sozialen Entwicklung genutzt.

Der Bauxitabbau wird von einem kontinuierlichen Umweltmonitoring begleitet, das Erosionskontrol-len sowie Wasser- und Abfallmanagement ein-schließt. Zudem verfügen Minenbetreiber über eigene Gärtnereien und Baumschulen, die die Auf-zucht verschiedener Pflanzenarten und Setzlinge ermöglichen (Bild 3).

Wird z. B. eine landwirtschaftliche Nachnutzung der Minenareale angestrebt, werden Forschungspro-jekte durchgeführt, um Obstbäume oder Gräser unter den geographischen Bedingungen auf ihre Ertragskraft vor Ort zu testen und zu optimieren (Bild 3).

Bild 2: Rekultivierung der Abbauflächen für Ackerbau und Viehzucht, Jamaika [2]

Ein geringer Teil des weltweit geförderten Bauxits wird in Regenwaldgebieten gewonnen. Dafür wird jährlich eine Fläche von ca. 2,4 Quadratkilometern genutzt [4]. Dies entspricht etwa 0,0002 Promille der gesamten Regenwaldfläche. In diesen Gebieten wird überwiegend eine Form der Rekultivierung angestrebt, die dem ursprünglichen Ökosystem möglichst nahe kommt. Selbst wenn eine Rekulti-vierung in land- bzw. forstwirtschaftliche Nutzflä-chen erfolgt, kann auch dies indirekt zum Erhalt von Regenwald beitragen. Denn die Zerstörung der Regenwälder geschieht fast ausschließlich durch den Wanderfeldbau - einschließlich der Brandro-dung - durch ärmste Bevölkerungsschichten, die nur auf diese Weise ihren Lebensunterhalt bestrei-ten können [5]. Die Schaffung land- bzw. forstwirt-schaftlicher Nutzflächen kann somit die Brandro-dung an anderer Stelle vermindern.

Die Vereinten Nationen verliehen 1990 ihren Um-weltschutzpreis "Global 500 Roll of Honour for Envi-ronmental Achievement" für vorbildliche Rekultivie-rung an eine Bauxitmine in Westaustralien.

Durch die Rekultivierung handelt es sich beim Bau-xitabbau um eine vorübergehende Flächennutzung [6]. Denn im Nachgang des Abbaus werden die Mi-nenareale in eine Form der Weiternutzung über-führt, die sich im Sinne einer nachhaltigen Entwick-lung in die umgebende Landschaft nach ökologi-schen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten einpasst.

Bild 3: (oben) Baumschule in Porto Trombetas, Amazonas Brasilien - jährlich werden ca. 450.000 Setzlinge produziert [3];

(unten) Versuchsfeld von möglichen Gräsern für die landwirtschaftli-che Nutzung, Jamaika [2]

Quellen:

[1] P. N. MARTENS, H. KOCH, M. MISTRY, M. RÖHRLICH, J. SCHULTZ,

C.-C. HAHN, S. EWERS (1999): Betrachtungen der Bauxitgewinnung

im Tagebau Weipa, Australien, unter besonderer Berücksichtigung der Rekultivierung - BRAUNKOHLE Surface Mining 2/99; Seite 257

[2] Gesamtverband der Deutschen Aluminiumindustrie e. V.

[3] MRN MINERAÇAO RIO DO NORTE S.A. (1998): REFLORESTAMENTO

Reforestation - ENVIRONMENT REPORT No 0 Dezembro 1998

[4] Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und Staatliche Geologische Dienste in der Bundesrepublik Deutschland:

Geologisches Jahrbuch (Sonderhefte) - Stoffmengenflüsse und Energiebedarf bei der Gewinnung ausgewählter mineralischer Rohstoffe - Teilstudie Aluminium, 1998; Seite 8

[5] TORSTEN AMELUNG, MARKUS DIEHL: Deforestation of Tropical

Rain Forests - Economic Causes and Impact Development; Kieler Studien (J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen - ISSN 0340-06989

[6] Zitiert nach P. N. MARTENS, Leiter des Sonderforschungbereiches

525 Ressourcenorientierte Gesamtbetrachtung von Stoffströmen metallische Rohstoffe an der RWTH Aachen und der KFA

Empfehlenswerte Literatur:

R. J. GAUNT, N. W. BLISS (1993): Bauxite mining rehabilitation at Trombetas in the Amazon Basin - IMM Bulletin no. 1011, Minerals Industry International, March 1993

STEFAN SCHLOTT: Bauxitabbau im Regenwald - ALUMINIUM KURIER Reportage 1/1996; Seite 102 ff

CH. FERREIRA, D. WILLIAMS: Bauxite Mine Rehabilitation at Alcoa in Brazil - PROCEEDINGS JAMAICA International Workshop on Rehabili-tation of Mined Bauxite and Red Mud Disposal Ponds, September 28 - October 2, 1998; Seite 83 ff

U. HAPPEL, J. HAUSBERG, F. M. MEYER, N. MARINO, P. N. MARTENS, M. RÖHRLICH (1999): Transport and Production Planning in the Los Pijiguaos Bauxite Deposit, Venezuela - ERZMETALL 52 (1999) Nr. 2 Fachaufsätze; Seite 107 ff

ALEXANDER H. WIRTZ, JÖRG H. SCHÄFER (1999): Nachhaltige Ent-wicklung - Am Beispiel der Aluminiumindustrie Jamaikas (erhältlich beim GDA)

H.P. KÖLFEN, U. HAPPEL, H. KOCH, C.-C. HAHN (1999): Die Bauxitin-dustrie Jamaikas Ein methodischer Ansatz zur Identifizierung externer Effekte - BRAUNKOHLE Surface Mining 6/99; Seite 699 ff

P. SLIWKA, C. Bauer (2000): Bauxitgewinnung in Porto

Trombetas - Eine Diskussion der "Nachhaltigen Entwicklung" im Bergbau – Surface Mining Braunkohle & Other Minerals 52 (2000) Nr. 4 July / August; Seite 347 ff

Ansprechpartner

Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V.

Jörg H. Schäfer

Tel.: 0211 – 47 96 – 170

Fax: 0211 – 47 96 – 408

E-Mail: joerg.schaefer@aluinfo.de

Internet: www.aluinfo.de

Wir behalten uns sämtliche Rechte für dieses Dokument vor. Jegliche Aussagen, Angaben und Empfehlungen beruhen auf dem Kenntnis-stand bei Drucklegung ohne Gewähr und Haftungsübernahme.

Stand: Februar 2006

       

Copyright © 2009 by Bauxite Việt Nam International http://bauvinal.info.free.fr